Kirchenkabarett mit Walter Punke und Wilfried Staake am 15.Juni– ein starkes Erlebnis

Ein bestens aufgelegter Pastor im Ruhestand, Walter Punke, mit Texten von Hanns-Dieter Hüsch und Liedermacher und Diakon Wilfried Staake mit „Holzgitarre“, wie er sie liebevoll nennt, und sanfter Stimme, das waren die Zutaten für einen rundum gelungenen Abend in St. Michael.

Viele von uns haben den vor wenigen Jahren verstorbenen Hanns-Dieter Hüsch noch im Ohr, wenn er mit rauchig knarzender Stimme scharfzüngig dem Volk die Leviten las. Dass er aber auch als bekennender Christ mit dem lieben Gott in ständigem Dialog war, wussten oft nur Kirchentagsbesucher.

Nach Staakes Auftakt mit dem Kiesewetter-Song „Drees, de Wunnerdraken“ und „Catch the wind“ von Donovan lieh Punke Hanns Dieter Hüsch seine Stimme:

 „Ich bin vergnügt, erlöst, befreit. Gott nahm in seine Hände meine Zeit, mein Fühlen, Denken, Hören, mein Sagen, Triumphieren und                 Verzagen, das Elend und die Zärtlichkeit. Was macht, dass ich so fröhlich bin in meinem kleinen Reich? Ich sing und tanze her und hin vom Kindbett bis zur Leich.

Was macht, dass ich so furchtlos bin an vielen dunklen Tagen? Es kommt ein Geist in meinen Sinn, will mich durchs Leben tragen.

Was macht, dass ich so unbeschwert und mich kein Trübsinn hält? Weil mich mein Gott das Lachen lehrt wohl über alle Welt.

Ich bin vergnügt, erlöst, befreit. Gott nahm in seine Hände meine Zeit, mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen, mein Triumphieren und Verzagen, das Elend und die Zärtlichkeit.“

Dieses Gedicht hatte dem Abend seinen Titel gegeben. In ihm steckt ebenso viel Aufmunterung wie Nachdenklichkeit. Geben wir Gott eine Chance, uns zu erreichen, damit Leben im Miteinander gelingt, oder sperren wir ihn in der Kirche ein, wie es der Küster in einer Hüsch-Geschichte tat?

Es ging um Glück und Segen, um Himmel und Alltagsglück. Es wurde mitgesungen und mitgeklatscht zum Beatles-Song „let it be“ und zu Reinhard Meys` „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“.

Wer dabei war, nahm einen Schatz mit nach Hause, die Erinnerung an einen wundervollen Abend.

Danke im Namen der Stiftung St. Michael.

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