Ein wahrhaft bewegender Abschied von Diakon Patrick Oeser

Brechend voll war am 12.8.2018 das Gemeindehaus beim Familien-Gottesdienst. Angesagt war die Begrüßung der KU4-Vorkonfirmanden und ihrer Eltern. Und eben die Verabschiedung von Patrick Oeser, zu der auch Superintendent Christian Berndt gekommen war.

Mit einer selbstgebauten und mit neun Schlössern gesicherten Schatztruhe unter dem Arm begrüßte Patrick die neue Generation der Vorkonfirmanden. Mit Hilfe der KU 4-ler galt es, auf Schlüsselsuche zu gehen und die Schätze der Truhe zu erschließen: Anfänge von biblischen Geschichten, Glaubensschätze, Zugänge zum christlichen Glauben zu finden – Themen des einjährigen KU 4-Unterrichts, begleitet von engagierten Eltern. Diese wurden von Pastor Hecker herzlich willkommen geheißen.

Wie schwungvoll und begeisternd Patrick seine leider nur drei Jahre in Stelle gestaltet hatte, wurde beim folgenden von Patrick angestimmten Bewegungslied „Halleluja,…, preiset den Herrn“ deutlich: Im Wechsel zwischen aufstehen und setzen, linke Seite, rechte Seite, Männer, Frauen wurde es ein munterer Frühsport.

Doch dann wurde es ernst: In warmen Worten würdigte Pastor Hecker im Namen des Kirchenvorstandes die drei Jahre des segensreichen Miteinanders, vor allem in der Jugendarbeit. Noch jung an Jahren, hat Patrick Oeser große Spuren hinterlassen. Es ist ein Abschied in Harmonie und Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit. Als Abschiedsgeschenk erhielt der flugbegeisterte Patrick einen Gutschein für eine Flugsimulation in einem echten Cockpit. „Da kannst du üben, wie man einen Airbus 320 in den Sand setzt, oder auch nicht. Dafür musst du nach Hamburg. Und bei der Gelegenheit schaust du dann wieder in Stelle herein.“

Zum Abschluss ergriff Superintendent Berndt das Wort. Unter Anspielung auf die Suche nach dem Glaubensschatz verwies er auf den Diakon Laurentius. Dieser hatte im 3. Jh. n. Chr. dem römischen Kaiser den Zugriff auf das Vermögen der Kirche verwehrt mit dem Hinweis, der Schatz der Kirche seien die Menschen – es kostete ihn sein Leben. Dann entpflichtete der Superintendent Patrick Oeser aus dem Dienst in unserem Kirchenkreis. Er sei hier ein Segen gewesen und er  möge auch in seiner neuen Umgebung Segen erfahren und weitergeben.

Nach dem Gottesdienst konnte sich Patrick des Ansturms der Besucher kaum erwehren. Jeder wollte ihm noch einmal die Hand schütteln, ihn umarmen und gute Wünsche mit auf den Weg geben. Es mutete an wie eine Papstaudienz.

Nun ist er weg, unser Patrick mit seiner Insa gen Ostfriesland, nach nur drei segensreichen Jahren bei uns in Stelle. Der Lebensplanung eines jungen Paares konnten wir uns nicht in den Weg stellen.

Danke für die gemeinsame Zeit und ebenso danke an Superintendent Berndt, an den Kirchenkreis Winsen und an die Landeskirche für die starke Unterstützung unserer Steller Diakonenarbeit.

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