Ostern – vier eindrucksvolle Gottesdienste in St. Michael zum wichtigsten Fest der Christenheit

An Gründonnerstag, Karfreitag und um 23 Uhr in der Osternacht zeichnete Pastorin Raphaela Gerlach-Waldow das Geschehen von Jesu Christi Gefangennahme, Tod und Auferstehung nach, wie es uns biblisch überliefert ist. Diese Ereignisse zählen zu den historisch am besten belegten der Antike aus jüdischen, christlichen (den Evangelien) und römischen Quellen. Und sie waren viele Jahrhunderte vorher prophezeit und zuletzt von Jesus Christus selbst so angekündigt worden.

Am Gründonnerstag ging es um den Auszug der Israeliten aus Ägypten: Die Freiheit für die Israeliten bei gleichzeitigem Leid für die Ägypter durch Plagen und Tod der Erstgeborenen ist nach den Worten von Pastorin Gerlach Waldow nur über Jesus Christus und dessen Hingabe zu Ostern zu verstehen. Darin liegt der Ursprung des Passachfestes der Juden, das gleiche Wurzeln hat wie unser Ostern.

Der Karfreitag mit dem Tod Jesu Christi am Kreuz ist Ausdruck der Versöhnung von Gott mit den Menschen. In Joh. 3,16 steht: Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben. Jesus selbst war ohne jede Schuld. Wir sündigen Menschen erfahren Versöhnung durch Christus selbst. Gott geht dorthin wo es weh tut, er trägt in Gestalt Jesu Christi am Kreuz die Dornenkrone. Dadurch wird Geschehenes, unsere Sünde, nicht ungeschehen. Die Versöhnung geht von Gott aus, weil er uns trotz allem liebt. Am Ende des Karfreitags liegt der Stein vor dem Grab Jesu, die Hoffnung liegt dahinter – so das Bild von Pastorin Gerlach Waldow.

 

Der Gottesdienst in der Osternacht begann im fast Dunkeln, gerade so, dass die Besucher ihren Platz fanden, eine Nacht voller Erwartung. Zu den Worten „Jesus Christus, Licht der Welt“ und der Antwort der Gemeinde „Gott sei ewig Dank“ wurde die brennende Christuskerze hereingetragen und brachte Licht in die Kirche, so wie Jesus es in Joh. 8,12 sagte: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern das Licht des Lebens haben.“  Jeder der Besucher hatte eine Kerze in der Hand, an die das Licht weitergegeben wurde. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst vom Cantiamo-Chor unter der Leitung von Thomas Rims.

Pastorin Gerlach-Waldow sagte: „Das Licht ist unter uns. Gott hat einen neuen Anfang gesetzt, der HERR ist auferstanden. Zunächst ein kleines Licht, behutsam. So beginnt Leben. Halte fest im Glauben, was dich trägt, auch in schweren Zeiten, die dich zweifeln lassen.“                                                                                                                                                             Mit dem Lied „Wir wollen fröhlich sein in dieser österlichen Zeit“ Glockengeläut und dem viel gehörten Wunsch: „Frohe Ostern“ ging es danach hinaus in die                                                             Osternacht.      Dort draußen lag noch Rauch vom Steller Osterfeuer.

Am Ostersonntag schließlich feierte Jugend-Diakonin Luisa Heckmann mit ihrem Team und einer Schar fröhlicher Kinder einen munteren Familiengottesdienst. Jesu Auferstehung als Anlass fröhlich und dankbar zu sein. Das Thema war Hoffnung, die anders als erwartet, in Erfüllung gegangen war, erst über Jesu Christi Tod und Auferstehung. Jesus Christus von den Emmaus-Jüngern nicht gleich wiedererkannt. Schön, dass so viele Eltern mit ihren Kindern gekommen waren. Es wurde mitgesungen: „Einfach spitze, dass du da bist“, „Komm sag es allen weiter…“ und die Besucher erfuhren aus Kindermund, wieviel Spaß der kurz vor Ostern abgehaltene Kinderkirchentag und die Gestaltung des Ostergartens an der Kirche gemacht hatte.

Die musikalische Begleitung aller Ostergottesdienste, mit Ausnahme der Osternacht, lag in den bewährten Händen unserer Kirchenmusikerin Ulrike Franke-Hubert.

So waren es vier sehr unterschiedliche Gottesdienste mit anderen Blickwinkeln und Gemütslagen, eine spannende Vielfalt. DANKE!